….“Ich verstehe jetzt was mit Passion gemeint ist…“ Markenartikler aus der Schweiz
….“Wer hier dabei ist, hat auch eine gute Chance im Geschäft vorne dabei zu sein“… Besucher aus Deutschland
….”lots of opportunities to meet people from the industry and colleagues / competitors…. Getränkehersteller aus Holland
….” Thank you for inviting us to the conference. It’s good to see there is a platform for discussing all issues concerning wet glue labels”…. Abfüller aus Polen
….“Passion, ein Wettbewerbsvorteil den man nicht kaufen kann, der aber aus einer guten Organisation eine „große Organisation“ macht“. … G.Eder -Österreich
Das waren einige der Aussagen der ungefähr 300 Teilnehmern die aus 28 Ländern zur 7. Internationalen Etikettenkonferenz kamen.
Die Etikettenbranche in ihrer gesamten Lieferkette hatte in den letzten Jahren genügend Gegenwind verspürt. Die Vorträge bei dieser Konferenz entsprachen daher genau dem Erfordernis des Marktes, die Stimmung für das Geschäft anzuheben. Passion for Labels heißt, besondere Anstrengungen zu tätigen. Der Fokus aufs Geschäft, die Leidenschaft, wie Ziele verfolgt werden, mit weiteren Wesenszügen von Passion bewirken einen Antrieb, der zum Erreichen rationaler Ziele führt. Frau Dr. Eder hat in Ihrem einleitenden Statement die Bedeutung von Passion for Labels hervorgehoben, dass es wichtig ist, stolz auf unser Produkt zu sein und was wir herstellen gerne und mit Leidenschaft zu machen.
Um die Chancen auch richtig einordnen zu können, führte Kevin Baker von Canadean in London in seiner Präsentation an, dass nur ein Drittel der unvorstellbaren Menge von 4.719 MRD Liter an Getränken, die heute jährlich von der Weltbevölkerung getrunken werden, auch in Verpackungen gelangt. Dass dabei Etikettenpapier seine Stärken im Wettbewerb mit dem Kunststoff richtig darstellen muss, wurde in den folgenden Vorträgen von R. Middelburg von Papierplus und S. King von PCI ausgeführt. Neben den bewährten Papiereigenschaften muss in Zukunft noch mehr die Nachhaltigkeit dieses nachwachsenden Rohstoffes betont werden.
Bei den Paneldiskussionen, ging es um das ungenutzte Potential der Nassleimetiketten und um die Innovationskraft. Es war bald klar: dieses Etikettensystem braucht eine gemeinsame Plattform, um die Vorteile dieses Produktes auch besser an den Verwender heranzubringen. Die Erwartungshaltung diesbezüglich wurde angeregt und es wird interessant werden, die Umsetzung der Vorsätze dieser Paneldiskussionen in den nächsten Monaten zu beobachten.
Bei einer Etikettenkonferenz dürfen auch Praktiker mit ihren Beiträgen nicht fehlen. Deren Beispiele wie sie mit Passion for Labels, ihr Geschäft erfolgreich gestalten, war überzeugend. B. Strand von Strand Grafiska in Malmö und Dr. M. Wareka von Marzek Etiketten in Traiskirchen/ Österreich, konnten zeigen, worauf es aus ihrer Sicht ankommt, damit das Etikettengeschäft auch weiterhin gute Ergebnisse liefern wird. Von der Seite der Verbraucher hat Stefan Vanderlinden von InBev in Leuwen, Belgien, dem größten Bierkonzern der Welt, die Anforderungen der Getränkeindustrie beeindruckend präsentiert. Etiketten haben einen enorm hohen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit bei der Abfüllung und der Produktpräsentation. Es gibt eine stark ausgeprägte Diskrepanz zwischen den Kosten für die Beschaffung von Etikettenmaterialien und deren Auswirkungen auf die Gesamtkosten bei der Etiketttierung. TCO , „total cost of ownership“ wird künftig mehr Beachtung finden müssen. Die hohen Qualitätsanforderungen an Etiketten, die Rückverfolgbarkeit der Materialien, das sind einige der wichtigen Anforderungen auf die ein internationaler Getränkekonzern heute achtet.
Mit Prof. Kjell Nordström und L. Wallentin waren zwei Topreferenten am Zug, die bei den Zuhörern echte Begeisterungsstürme auslösten. Wallentin, ein Spitzendesigner der ehemals 39 Jahre für Nestle gearbeitet hat, führte mit Bildern die Wichtigkeit von gutem Design in der Verpackung und Fehler, die dabei immer wieder anzutreffen sind, mit großer Offenheit vor.
Warum ist der Autohersteller BMW „sexy“ und der Anlagenbauer Siemens „fit“?*
(*sexy = attraktiv, Fit = anpassungsfähig)
Was kann man vom Billigflieger Easy Jet oder von Gucci lernen? Warum ist Ford jetzt in der Krise?
Was Prof. Nordström darauf präsentierte waren nicht nur Antworten sondern, es war „Kjell in Concert“. Seine Art des Vortragens hatte zudem auch hohes Niveau und Unterhaltungswert. Die Veranstaltung der 7.internationalen Etikettenkonferenz wurde auch dadurch zu einem einmaligen Erlebnis.
Nach der Konferenz ist aber auch immer die Zeit vor der nächsten Konferenz. B&B plant die nächste Konferenz im Herbst 2008 durchzuführen. Inzwischen gilt es noch viele Hausaufgaben, die während der abgelaufenen Etikettentagung gestellt wurden, abzuarbeiten. Das Nassleimetiketten System weiter attraktiv auszubauen, die Entwicklungen zu fördern und dieser Branche ihre Passion for Labels zu erhalten und damit den Anwendern die Wahl dafür zu erleichtern, das sind die Herausforderungen, vor der die Mitglieder der gesamten Lieferkette stehen.
...Wer hier dabei ist, hat auch eine gute Chance im Geschäft vorne dabei zu sein… Es ist zu hoffen, dass diese eingangs erwähnte Aussage, auch in der Praxis von den Teilnehmern der 7. Internationalen Etikettenkonferenz umgesetzt werden kann.

